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Analoger Empfang

Der analoge Fernseh-Empfang wird in Zukunft in Deutschland immer mehr durch das digitale Fernsehen verdrängt. Mit dem Start des sogenannten DVB-T-Programmes Ende 2002 soll auch die digitale Funk-Verbreitung von TV-Signalen kontinuierlich ausgebaut werden. So ist digitales Fernsehen bereits heute für rund siebzig Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung und damit für rund sechzig Millionen Menschen über Antenne zu empfangen. Nach den Plänen der großen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten soll bereits bis Ende dieses Jahres eine Abdeckung des digitalen Antennenfernsehens von mindestens neunzig Prozent erreicht sein. Mit der Verbreitung von DVB-T wird in den entsprechenden Städten und Regionen die bisherige analoge Ausstrahlung abgeschaltet. In diesem Sinne sind natürlich auch der Verkauf und der Nutzen einer analogen TV-Karte zunehmend nicht mehr gegeben. Innerhalb absehbarer Zeit wird sie keine Bedeutung mehr in den Steckplätzen deutscher Rechner besitzen.




Um mit dem Computer Fernsehen über einen noch analogen Kabelanschluss zu empfangen, wird ansonsten eine entsprechende analoge TV-Karte für den Kabelanschluss benötigt. Allerdings gibt es im Handel heute kaum noch TV-Karten für den reinen analogen Kabelanschluss zu kaufen. Stattdessen gibt es eine größere Auswahl an Kombikarten, an die zum Beispiel Anschlüsse für analoges Kabelfernsehen oder analoges Antennenfernsehen sowie für DVB-T vorhanden sind. Gleiches gilt, wenn ausschließlich ein analoger Antennenanschluss oder ein analoger Satellitenanschluss vorhanden ist. Gerade analoge TV-Karten verfügen über unterschiedliche Möglichkeiten zum Anschluss externer Geräte.

Darüber hinaus haben einige analoge Karten weitere technische Extras zu bieten. Gerade ältere analoge TV-Karten, die sogenannten Video-Overlay Karten erzeugen das Signal für den Monitor selbst und geben es gemischt mit dem Grafikkartensignal aus. Bei dieser Technik wirkt die Grafik oft zu dunkel oder unscharf. Im Gegensatz dazu wird die Bildinformation bei neueren Karten gleich in den Bildwiederholspeicher der Grafikkarte geschrieben. Daneben können Video-Overlay-Karten das TV-Signal nicht selbstständig suchen, dies erfolgt über eine zusätzlich zu installierende Software. Mit TV-Karten, die über ein sogenanntes Genlock Interface verfügen, ist es möglich, ein analoges Videosignal herzustellen und dazu zum Beispiel Titel oder ein weiteres Videobild einzufügen. Einige Karten verfügen weiterhin über die Fähigkeit, die Videoaufnahmen bereits während der Aufnahme in ein bestimmtes Format zu komprimieren. Eine solche Komprimierung dient nicht nur der Entlastung der Festplattenkapazität, sie ist auch für viele Nachbearbeitungsprogramme erforderlich. Mit der Komprimierung während der Aufnahme wird außerdem der Prozessor deutlich entlastet. Eine entsprechende Komprimierung der Videodaten kann aber auch jederzeit nachträglich vorgenommen werden.