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Aufbau und Technik von Smartcards

Generell kann man bei den Smartcards verschiedene Ebenen im Aufbau unterscheiden. Zunächst einmal gibt es das physische Medium. Hierunter versteht man die Plastikkarte, die je nach Anwendung in verschiedenen Formaten eingesetzt werden kann. Die zweite Ebene betrifft die Mikroelektronik einer solchen Karte. Sie ist letztendlich für die Funktionen einer solchen Karte verantwortlich. Je nach konkreter Bauart und dem Einsatzzweck ist der Mikroprozessor das Herzstück einer solchen Karte. Die Ausnahme bilden die verschiedenen Speicherchipkarten, auf denen nur Daten abgelegt werden können.




Alle Karten benötigen natürlich auch verschiedene Speicherbausteine, auf denen die benötigten Daten und Anwendungen gespeichert werden können. Die wichtigsten Speicher hier sind EEPROM und ROM. Hier werden die Anwendungsdaten und das Betriebssystem der Karte bereitgestellt. Eine Smartcard mit CPU benötigt darüber hinaus auch noch einen RAM, der als Arbeitsspeicher für den Prozessor dient. Hinzu kommen noch einige weitere Elemente, die den Prozessor bei seiner Arbeit unterstützen. Das sind zum Beispiel verschiedene Coprozessoren oder auch ein Zufallsgenerator. Je nach Sicherheitsbelang kann auch noch ein Sicherheitsmodul in das System integriert sein.

Besondere Beachtung verdient das Betriebssystem (COS) einer solchen Karte. Diese Software steuert die verschiedenen Kommandos der Anwendung und verwaltet alle Bausteine. Hinzu kommt noch, dass alle Dateien des Dateisystems vom Betriebssystem verwaltet werden und unter Umständen steuert das Betriebssystem auch die Verschlüsselung dieser Daten. Eine der wichtigsten Funktionen des COS ist auch die Kommunikation mit dem Lesegerät, die von hier aus koordiniert wird. Die Dateien, die in einem Kartenspeicher abgelegt werden, werden in der Regel hierarchisch nach einem festgelegten Standard organisiert. Im Allgemeinen unterscheidet man zwei verschiedene Typen von Daten. Es gibt Daten, die nur von einer internen Anwendung ausgelesen werden können und es gibt Daten, auf die ein externes Lesegerät direkt zugreifen kann.