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Digitaler Empfang

Die vollständige digitalisierte Ausstrahlung aller nationalen Fernsehprogramme ist in Deutschland nicht mehr aufzuhalten. Wo diese Programme bereits digital ausgestrahlt werden, ist der Empfang von TV-Signalen nur noch mit einer digitalen TV-Karte möglich. Diese Karten verfügen über den nötigen DVB-Empfänger. Die Auswahl der gewünschten Sender wird mit einer dazugehörigen Software ausgeführt. Die empfangenen TV-Signale werden in das MPEG-2 Format umgewandelt, im Grunde also das gleiche Format, wie sie bei entsprechenden Filmdaten auf einer DVD oder einer Video-CD vorliegen. Für die Wiedergabe muss der MPEG-2-Datenstrom decodiert werden. Der entsprechende MPEG-2 Decoder ist in einigen Karten fest integriert, preiswertere Modelle decodieren den MPEG-2 Datenstrom über eine Software und geben diesen dann über die Grafikkarte des Rechners aus.




Bei der Aufzeichnung eines Filmes oder einer Sendung hat die digitale Technik mit diesem Verfahren deutliche Vorteile gegenüber der früheren Analogtechnik, so muss der fertige Datenstrom nur noch gespeichert werden und steht sofort zur Verfügung. Im Gegensatz dazu musste über eine analoge TV-Karte das Bildsignal pixelweise digitalisiert und in einem sehr rechenintensiven Verfahren komprimiert werden. So kommt es bei leistungsschwächeren Rechnern häufiger zu Berechnungsfehlern oder Aussetzern.

Digitaler Empfang

Digitaler Empfang ©iStockphoto/Dmitry Fisher

Die digitalen TV-Karten werden im Allgemeinen als sogenannte Digital Video Broadcast-, kurz DVB-Karten bezeichnet. Preislich liegt eine solche Steckkarte für den Computer in etwa im gleichen Bereich wie eine hochwertige analoge Karte, bietet aber gleichzeitig eine wesentlich bessere Bildqualität und eine um einiges größere Zahl an Sendern, die zur Verfügung stehen. In Abhängigkeit von der Art der Heranführung des TV-Signals wird die digitale Empfangsart ebenfalls unterschieden in die Bereiche des terrestrischen -, des Kabel- oder des Satellitenempfangs.