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Entwicklung der Smartcards

Die Idee zu dieser Technologie entstand schon gegen Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als der deutsche Erfinder Jürgen Dethloff zusammen mit seinem Kollegen Helmut Gröttrup ein Ideenpatent einreichte. Ihre Vision ging dahin, dass sie einen integrierten Schaltkreis in einer Identifikationskarte unterbringen wollten. Natürlich waren die Techniker der damaligen Zeit nicht in der Lage, einen solchen Prototypen zu bauen, weil die Schaltkreise jener Zeit einfach nicht klein genug für ein solches Unterfangen waren. Die Idee war jedoch da und als dann im Laufe der Zeit die entsprechenden Technologien auf immer engerem Raum zusammengefasst werden konnten, schien es irgendwann klar, dass man dieses Ziel erreichen konnte.




Im Jahr 1970 wurde die Mikroelektronik begründet, die vor allem in Japan vorangetrieben wurde. In diesem Jahr wurde dann auch die erste Smartcard entwickelt, die von Kunitake Arimura zum Patent angemeldet wurde. Ein weiteres Patent in diesem Zusammenhang meldete der Franzose Roland Moreno an, der dieses ganze System 1975 weiterentwickelte und auch die Idee der PIN einführte. Allerdings sollte es nun auch noch einmal mindestens zehn Jahre dauern, bis die ersten Karten genutzt werden konnten.

Anfang der 1980er Jahre begann man in Frankreich damit, entsprechende Systeme aufzubauen und für die kommerzielle Nutzung freizugeben. Bekannt wurden hier vor allem die Télécarte und die Carte Bleue. Auch in Deutschland entwickelten sich in dieser Zeit die ersten Ansätze in diesem Umfeld, aber erst Anfang der 1990er Jahre sollte der große Durchbruch kommen. Schnell erkannten die Banken die Vorteile, die eine solche Karte bringen konnte und schon kurz darauf wurden die ersten Bankkarten ausgegeben. Nach wenigen Jahren folgte auch das Gesundheitswesen und spätestens ab diesem Zeitpunkt waren die Smartcards fest in unserer Gesellschaft etabliert.