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HDTV-taugliche TV-Karten

Neben den traditionellen Herstellern bzw. Anbietern von DVB-Hardware wie Technotrend, Technisat, KNC One oder Hauppauge gibt es auch immer mehr kleinere Firmen, die sich besonders auf externe USB2-TV-Karten mit DVB-T spezialisieren. Interne passive DVB-T und DVB-C-Karten (also mit PCI oder PCIe-Anschluss) sind immer HDTV-fähig. Externe nur dann, wenn sie USB2 oder Firewire verwenden. Bei Karten für Satellitenempfang muss man auf die DVB-S2-Unterstützung achten, nur dann lassen sich die Mehrzahl der HDTV-Sender ansteuern. Recht verbreitete DVB-S2-Karten sind z.B. die Technotrend TT-Budget S2-3200 sowie die Hauppauge WinTV Nova S2.




Aktive Karten, die HDTV unterstützen, gibt es derzeit nicht auf dem Markt, die Decodierarbeit muss also vom Rechner bzw. der Grafikkarte übernommen werden. Durch den relativ einfachen Aufbau der passiven Karten bzw. externen USB-Module sind sie auch mit zusätzlichem CI-Modul nur selten teurer als 150 Euro.

Externe Karten sind übrigens sowieso immer passive Karten, da per USB bzw. USB2 nur ungefähr 7 bzw. 200MBit/s (USB2) übertragen werden können. Das reicht natürlich nicht ganz, um das decodierte HD-Bild anzuzeigen. Wie ihre internen Verwandten wird also nur der Datenstrom vom Satelliten bzw. Kabel/Kabel ausgepackt und (im Fall von Windows) an einen MPEG2/h.264-DirectShow-Filter, der im System installiert ist, weitergereicht. Dieser ist in der TV-Anwendung eingebunden und für die Bildausgabe letztendlich verantwortlich. Durch die hohe Kompression, die mit MPEG2 und MPEG4 erreicht werden soll, kommt es leider auch zur sogenannten Umschaltlatenz. Da nicht 50 oder 60mal pro Sekunde das komplette Bild übertragen werden kann, sondern je nach Sender innerhalb von 3-5s (das entspricht 150-250 Bildern!) alleinig die Veränderungen zu einem kompletten Bild, muss nun zu einem Umschaltzeitpunkt erst wieder auf ein komplettes Bild, den „Index-Frame“ gewartet werden, bis das komplette Bild gezeigt werden kann. Das ist nicht schön für „Zapper“, aber man fühlt sich vielleicht doch an die Tage ohne Fernbedienung erinnert. Apropos Fernbedienung: Vielen Karten liegt eine kleine IR-Fernbedienung samt Empfänger bei, der üblicherweise an der Gehäusevorderseite angebracht wird.

Die Installation der DVB-Karte unter Windows ist im allgemeinen unkompliziert, man steckt die Karte oder den Stick an den Rechner, installiert die mitgelieferten Treiber (oder besser noch die aktuellsten von der Webseite), installiert dann die jeweils beigelegte DVB-Anwendung und lässt zunächst erst einmal die Sender suchen.